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Chronik

1913

Die Ursprünge des Flugplatzes Friedrichshafen-Löwental

Die Ursprünge des Bodensee-Airport Friedrichshafen gehen bis ins Jahr 1913 zurück. Damals suchte das Deutsche Reich ein passendes Gelände für die Ausbildung von Luftschiffbesatzungen. Möglichst in der Nähe der Produktionsstätte der Zeppelin-Luftschiffe. Die Wahl fiel auf das bald Flugplatz Friedrichshafen-Löwental genannte Areal und noch im selben Jahr begannen die Bauarbeiten für die Kaserne. Diese sollte die 4. Württembergische Kompanie des Luftschiffer-Bataillons Nr. 4 beherbergen. Es entstanden ein Mannschaftshaus, eine Waffenmeisterei, ein Wirtschaftsgebäude, zwei Familienhäuser für die Offiziere sowie drei Mannschaftsbaracken.

Ursprünge des Flugplatzes

1915

Die Jungfernfahrt des ersten fertiggestellten Luftschiffes

Das Jahr 1915 gilt als das Geburtsjahr des Flugplatzes Löwental. Die Luftschiffhalle wurde fertiggestellt und es erfolgte die Umbenennung in Luftschiffhafen Löwental. Am 7. Juni 1915 startete schließlich das erste hier gefertigte Luftschiff LZ 41 (L11) zu seiner Jungfernfahrt. Auch die Zahl der hier landenden Flugzeuge wuchs stetig. Und um diese unterzubringen, wurde 1916 ein Fliegerschuppen gebaut.

LZF Bodensee-Airport Friedrichshafen

1918

Theodor Kober baut eine eigene Flugzeughalle und die erste befestigte Startbahn

Theodor Kober, Gründer der Flugzeugbau Friedrichshafen GmbH und Konstrukteur des ersten Zeppelin-Luftschiffes LZ1, baute 1918 eine eigene Flugzeughalle am Flugplatz. Bereits seit 1912 konstruierte der findige Ingenieur Wasser- und Landflugzeuge in Manzell am Bodensee. Als Fluggelände war das dortige Ufer aber alles andere als geeignet.

Deshalb musste er die Flugzeuge zerlegen, um sie nach Löwental zu transportieren. Auf dem Flugplatz wurden die Maschinen – meist sogenannte G-Flugzeuge – dann wieder zusammengebaut und eingeflogen. Eigens für seine Flugzeuge baute Theodor Kober daher eine befestigte Startbahn von etwa 150 Metern Länge im Südwesten des Flugplatzes. Vermutlich handelte es sich um die erste in ganz Deutschland.

Während der Baumaßnahmen im Gewebegebiet Competence Park im Jahr 2003 verschwand die Startbahn. Auf alten Luftbildern ist sie jedoch deutlich als Dreieck zu erkennen.

Erste befestigte Startbahn
Erste befestigte Startbahn

1919

Die Sicherheitskompanie SK32 zieht in die Kaserne ein

Nach dem Ersten Weltkrieg zog am 1. Januar 1919 die Sicherheitskompanie SK32 der neu aufgestellten Sicherheitstruppen in die Kaserne ein. Ihr Kommandeur war der später als „Wüstenfuchs“  zu Ruhm gekommene Hauptmann Erwin Rommel.

1920

Das letzte in Löwental gefertigte Luftschiff verlässt den Flugplatz

Das letzte von insgesamt einundzwanzig in Löwental gefertigten Zeppelin-Luftschiffen – das LZ 114 (L72) – verließ im Juni 1920 den Flugplatz. Es wurde als Reparation an Frankreich ausgeliefert.

1924

Dornier - ein neuer Mieter in Friedrichshafen-Löwental

Zusätzlich zum bereits etablierten Luftschiffbau-Zeppelin mietete sich 1924 Dornier im Flugplatz Löwental ein. In der alten Luftschiffhalle entstand um 1926 eine Holzattrappe des Riesenflugbootes DO-X in Originalgröße.

Inzwischen mehrten sich jedoch Klagen über den schlechten Zustand der Halle und die Kritik an ihrer Funktionalität. Für moderne Luftschiffe war sie zu klein; vielen Fliegern stand sie im Weg. So kam es 1928 schließlich zum Abriss.

1928

Gründung der Flughafen Friedrichshafen GmbH

Am 06. Juni 1928 wurde die Flughafen Friedrichshafen GmbH gegründet und am 14. Oktober in das Handelsregister des Amtsgerichts Tettnang eingetragen. Als Gesellschafter fungierten die Stadt Friedrichshafen mit 50.000 Reichsmark und Dornier Metallbauten mit 100.000 Reichsmark. Eine der ersten Aktivitäten der Flughafen GmbH war der Bau einer neuen modernen Flugzeughalle unmittelbar nordöstlich der Kaserne.

1929

Die ersten Linienflüge der Deutschen Lufthansa

Das Jahr 1929 war für Friedrichshafen etwas ganz Besonderes: Erstmals interessierte sich die Deutsche Lufthansa für die Bodenseestadt. In den Sommermonaten wurde die Strecke Stuttgart - Friedrichshafen und zurück täglich – außer am Wochenende – geflogen. Schnell führten diese Linienflüge zu einer engen Kooperation mit dem Luftschiff Graf Zeppelin.

Auch in den nächsten Jahren setzten sich die Bauaktivitäten auf dem Flugplatzgelände fort. Besonders in Hinsicht auf die neuen Luftschiffe, LZ 127 Graf Zeppelin und LZ 129 Hindenburg, begann 1930 der Bau einer neuen Luftschiffhalle. Deren Fertigstellung zögerte sich jedoch noch bis zum Herbst 1931 hinaus.

1931

Deutsche Lufthansa weitet ihr Angebot in Friedrichshafen aus

In diesen Jahren erweiterte die Lufthansa die Linie von Hamburg über Hannover, Frankfurt und Stuttgart nach Friedrichshafen. Zusätzlich führte sie mit Beginn der planmäßigen Luftschiffdienste nach Südamerika, ab dem 29. August 1931, einen Nachlieferdienst von Berlin nach Friedrichshafen für Passagiere und Post durch. Diese Flüge hoben bis zur Verlegung der Südamerikafahrten zum Verkehrsluftschiffhafen Frankfurt am 19. April 1936 ab.

Noch bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges starteten regelmäßig Lufthansa-Flüge aus Friedrichshafen. Für diese Linienflüge wurden zunächst die Focke-Wulf A 17, später die Junkers Ju 160, die Heinkel He 70 und zuletzt die Ju 52 genutzt.

Außerdem verlegte die Firma Dornier Ihre Fertigung von Landflugzeugen näher an den Flugplatz. So entstand westlich der inzwischen auf den Namen Graf Zeppelin getauften Kaserne auf der Gemarkung Allmannsweiler eine moderne Fabrikanlage und 1937 eine 170 Meter lange Flugzeughalle auf dem Flugplatzgelände.

Neue Luftschiffhalle

1939

Die Erweiterungspläne des Dritten Reiches für den Flughafen Friedrichshafen

Auch am Flugplatz ging der Zweite Weltkrieg nicht spurlos vorbei. Um für den steigenden Flugbetrieb eine sichere Anflugschneise zu erhalten, begann das Forstamt Tettnang im Winter 1939 mit der Abholzung des Oberen Seewaldes (östlicher Flugplatzbereich). Und schon im folgenden Jahr traf die zweite Gruppe des Jagdgeschwaders 51 Mölders mit Me 109 E in Friedrichshafen ein. Die Flugzeuge waren in der Luftschiffhalle untergebracht. Nach nur einigen Wochen wurden sie dann nach Böblingen verlegt.

Trotzdem wurde in Friedrichshafen weiter abgeholzt und geplant: Einer dieser Pläne sah drei sich kreuzende Landebahnen vor. Sogar Generaloberst Udet ordnete nach einer Besichtigung im März 1941 eine besondere Beschleunigung dieses „kriegswichtigen Bauvorhabens“ an. Obwohl die Arbeiten an der 2.400 Meter langen betonierten Startbahn bereits begonnen hatten, änderte sich die Anordnung: Die geplante Bahnlänge reduzierte sich auf 1.000 Meter. Ende Dezember 1942 war die verkürzte Startbahn dann fertiggestellt. Hermann Göring teilte der Flughafen GmbH mit, dass das Bauvorhaben nicht in die Wehrkreis-Rangfolge-Liste des vierten Kriegswirtschaftsjahres aufgenommen werde. Das bedeutete, dass mit einem weiteren Ausbau nicht zu rechnen war.

Anfang 1943 erfolgte der Abbruch der Luftschiffhalle. Sie wurde auf einem eigens errichteten Industriegleis ins Zeppelin-Werftgelände transportiert und dort mit veränderten Abmessungen wieder aufgebaut. In ihr entstanden in den letzten Kriegsmonaten noch einige V-2 Raketen. Bei den insgesamt zwölf Bombenangriffen auf Friedrichshafen galten auch einige gezielt dem Flugplatz und der angesiedelten Flugzeugindustrie. Gerade während der letzten Kriegsmonate trugen die Gebäude und das Gelände starke Schäden davon. Der Flugplatz ähnelte einer mit Kratern übersäten Mondlandschaft.

Flugplatz Friedrichshafen nach dem 2. Weltkrieg
Flugplatz Friedrichshafen nach dem 2. Weltkrieg

1945

Besetzung durch die französischen Besatzungsmächte

Während die französische Luftwaffe Friedrichshafen 1945 besetzte, erneuerte sie die Startbahn und die zerstörten Gebäude. Die ersten französischen Flugzeuge auf dem praktisch neu gebauten  Flugplatz waren P-47 Thunderbolt, die 1949 von De Havilland Vampire-Düsenjägern abgelöst wurden.

Bis zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Arbeiten zur Verlängerung der befestigten Landebahn permanent weitergeführt. Ab dem Jahr 1947 stand eine 1.300 Meter lange und 80 Meter breite befestigte Bahn zur Verfügung, die 1948 auf 1.500 Meter verlängert wurde. Von Anfang bis Mitte der 50er-Jahre entstanden auch die meisten Gebäude, einschließlich des Kontrollturmes, die das Gesicht des ehemaligen Militärareals prägten. Einige Düsenjäger verließen Friedrichshafen 1953, um nach Algerien verlegt zu werden.

1950

Gründung des Luftsportclubs Friedrichshafen

In diesem Jahr hatte der am 4. August 1950 gegründete Luftsportclub Friedrichshafen auch sein erstes in Eigenarbeit entstandenes Segelflugzeug vom Typ Doppel-Raab fertiggestellt. Es wurde im November von Dr. Hugo Eckener auf den Namen Graf Zeppelin getauft. Vom französischen Kommandanten erhielt der Luftsportclub die Genehmigung, einen Teil einer Kfz-Halle zur Unterstellung des Flugzeugs zu nutzen. Die endgültige Verlegung der Militärflugzeuge erfolgte 1954 zu ihrer neuen Basis Bremgarten.

Das erste zivile Motorflugzeug, das nach dem Krieg den Flugplatz nutzen durfte, war die vom LSC 1957 angeschaffte Tiger Moth. Sie diente hauptsächlich dem Flugzeugschlepp. Als sich zu dem Doppel-Raab noch ein Bergfalke gesellt hatte, befanden sich 1957 insgesamt drei zivile Flugzeuge in der französischen Fahrzeughalle.

Obwohl der Flugplatz noch unter französischer Verwaltung stand, begann die in Memmingen stationierte Flugzeugführerschule „S“, in Friedrichshafen eine Außenstelle einzurichten. Diese Staffel, die während dieser Zeit den Namen „Mufti-Staffel“ erhielt, diente ausschließlich der Ausbildung von Piloten auf der DO 27. Sie verließ Friedrichshafen wieder Ende 1959 und wurde durch die Heeresfliegerstaffel (LL) 9 abgelöst. Die Heeresflieger setzten hauptsächlich Sikorsky H-34, Alouette II und DO 27 ein. Sie wurden 1966 auf den neugebauten Flugplatz Neuhausen ob Eck verlegt.

Auch der LSC war in der Zwischenzeit nicht untätig. Im nordöstlichen Flugplatzbereich erstellte er eine eigene Halle mit Werkstatt, Unterrichts- und Aufenthaltsräumen sowie einen kleinen Kontrollturm.

Mufti-Staffel
Mufti-Staffel

1966

Erste planmäßige Linienverbindung nach dem 2. Weltkrieg

Die ersten planmäßigen Linienflüge nach dem Krieg führte der Bodensee-Flugdienst 1966 mit einer zweimotorigen Be 65 (Beechcraft Model 65 Queen Air) durch. Leider musste dieser Versuch aus wirtschaftlichen Gründen bald wieder eingestellt werden.

BE65

1968

Die Unterzeichnung des Gemeinschaftsvertrages zwischen der Flughafen GmbH und der Wehrbereichsverwaltung 5

Die hoheitliche Übergabe des Flugplatzes an die Wehrbereichsverwaltung 5 erfolgte 1968. Im selben Jahr unterzeichnete diese mit der Flughafen GmbH einen Mitbenutzer-Vertrag. Durch den Tausch des Geländes in der Graf-Zeppelin-Kaserne erwarb die Flughafen GmbH später das Gelände im nordöstlichen Flugplatzbereich. Im Laufe der nächsten Jahre versuchten verschiedene Fluggesellschaften Fuß zu fassen – meist jedoch erfolglos.

1973

Proteste gegenüber der französischen Heeresfliegereinheit

Heftige Proteste von Seiten der Bevölkerung gab es in der zweiten Jahreshälfte 1973, als bekannt wurde, dass eine französische Heeresfliegereinheit in Löwental stationiert werden sollte. Eingaben an das Verteidigungsministerium waren erfolglos. Daher landeten im Dezember die ersten Hubschrauber in Friedrichshafen. Die Franzosen blieben bis zum Juni 1992.

Kommandatenwechsel der französischen Heeresfliegereinheit
Kommandatenwechsel der französischen Heeresfliegereinheit

1978

Die Gründung der Delta Air führt zum Durchbruch des Regionalflugverkehrs in Friedrichshafen

Den endgültigen Durchbruch im Regionalverkehr erreichte die am 1. April 1978 gegründete Delta Air. Mit einer De Havilland Twin-Otter bediente sie die Strecken nach Stuttgart und Zürich. Für Charterflüge hielt sie noch zwei Piper Cheyenne und eine Beechcraft Super-King-Air bereit.

1979

Beginn der RMF/AERO Messe und Einrichtung einer Kontrollzone

Vorsichtige Bemühungen um eine Luftfahrtmesse fanden 1979 statt, damals noch mit dem Namen RMF (Rennsport/Motor/Freizeit). Mit einer Ausstellung für die Allgemeine Luftfahrt versuchte die Messegesellschaft, in eine Lücke vorzustoßen. Inzwischen ist die Messe als AERO europaweit bekannt und fest etabliert. Sie findet jährlich auf dem Messegelände sowie und dem Flughafen Friedrichshafen statt.

Um die notwendige Sicherheit für den linienähnlichen Verkehr der Delta-Air zu gewährleisten, wurde am 14. Juni 1979 eine Kontrollzone eingerichtet. Seit diesem Zeitpunkt dürfen Flugzeuge in diesen Bereich nur noch mit Genehmigung der Fluglotsen einfliegen.

1980

Einrichtung eines Instrumentenanfluges

Weniger Abhängigkeit von schlechtem Wetter: Der NDB-Anflug (engl. Non-Directional-Beacon – ungerichtetes Funkfeuer) auf Piste 24 wurde im Winter 1980 veröffentlicht. Allerdings mit recht hohen Wettermindestwerten, da lediglich ein ungerichtetes Funkfeuer in der Platzmitte zur Verfügung stand. Dieses sandte Funkwellen an den Radiokompass und ermöglichte so einen Instrumentenanflug.

1982

Delta Air erweitert Flotte

Im Jahr 1982 erweiterte die seit 1978 bestehende Delta Air ihre Flotte um einen Fairchild Metroliner III. Im selben Jahr begann außerdem die Kooperation mit der Regionalfluggesellschaft Crossair. Von 1984 bis 1986 flog Delta Air darüber hinaus für Dornier zwischen Friedrichshafen und Oberpfaffenhofen mit DO 228 im Werksverkehr.

In den folgenden Jahren erweiterte die Fluggesellschaft ihr Streckennetz und ersetzte die inzwischen betriebenen Metroliner 1986 durch die 33-sitzige Saab SF 340. Im Jahre 1987 erhielt Delta Air den Status einer Linienfluggesellschaft und flog im Auftrag der Lufthansa mit Saab 340 u. a. die Strecken nach Bremen, Frankfurt, Köln/Bonn und Berlin/Tempelhof.

1988

Die Flughafen GmbH eröffnet neues Abfertigungsgebäude

Neben weiteren Flugzeughallen wurde im Jahr 1988 ein neues Abfertigungsgebäude erbaut. Durch die Fertigstellung des neuen Flughafenterminals und die Eröffnung am 5. Dezember 1988 wurde am Flughafen ein neuer Meilenstein erreicht. Der Check-in der Fluggäste erfolgte nun nicht mehr in dem bis dato genutzten Abfertigungsgebäude, das dem Flughafen lange Zeit auch den Beinamen Barackenflugplatz bescherte.

Delta Air erweiterte ihre Flotte in diesem Jahr außerdem um weitere Metroliner III. Im Auftrag der Lufthansa flog sie die Destinationen Frankfurt und Köln an.

Neues Abfertigungsgebäude

1989

Charterflugbetrieb mit Condor wird vorübergehend aufgenommen

Für Aufregung in der Bevölkerung sorgte 1989 der Antrag der Condor, mit B737 Sommercharterflügen Kreta und Mallorca anzubieten. Der Gemeinderat und der Kreistag, die ursprünglich keinen Handlungsbedarf gegen die Aufnahme des Flugbetriebs sahen, sprachen sich plötzlich und unerwartet gegen den Charter aus. Erst das von Condor angerufene Verwaltungsgericht Sigmaringen ermöglichte den probeweisen Flugbetrieb auf Basis einer Ausnahmegenehmigung. In der Zeit vom 7. Mai bis 29. Oktober fanden 52 Umläufe statt. Für die für das nächste Jahr geplanten Umläufe erteilte das Regierungspräsidium Tübingen jedoch keine Ausnahmegenehmigung mehr, da die Zustimmung des Gemeinderates und des Kreistages nicht vorlagen. Erst nach langwierigen Verhandlungen stimmten diese beiden Gremien doch noch zu. Für den Sommercharter nach Mallorca, Heraklion und Antalya kam die Entscheidung jedoch zu spät – 1990 wurden keine Charterflüge mehr durchgeführt, sondern erst wieder 1991.

1992

Delta-Air wird zur Deutschen British Airways und Abzug der französischen Heeresflieger

Im Mai 1992 übernahm British Airways 49 Prozent der Geschäftsanteile von Delta Air. Die Fluggesellschaft wurde am 05. Mai zur Deutschen British Airways Luftfahrtgesellschaft mbh umbenannt. Vorherige Verhandlungen über eine Kooperation mit Germania und Aero Lloyd scheiterten. Die restlichen 51 Prozent der Anteile hielten die Bayerische Vereinsbank, Commerzbank und Berliner Bank.

Durch den Abzug der französischen Heeresflieger im Sommer 1992 war es erstmals möglich, auch die Rollwege des bisher für den zivilen Luftverkehr gesperrten Militärbereiches mit zu nutzen. Die Gebäude der ehemaligen Graf-Zeppelin-Kaserne dienten anschließend als Unterkünfte für bis zu 400 Asylbewerber. Diese blieben bis zum September 1995 in den historischen Gebäuden. Danach wurde der Innenhof als Betonmischanlage genutzt, um 1996 dem Straßenbau gänzlich zum Opfer zu fallen. Damit verschwand der wahrscheinlich älteste, in direktem Zusammenhang mit den Zeppelin-Luftschiffen stehende Gebäudekomplex in Friedrichshafen.

Für die mittlerweile europaweit bekannte Luftfahrtmesse AERO ergaben sich im Jahre 1993 hervorragende Präsentationsmöglichkeiten durch die nun freigegebenen Hallen und Vorfelder der Franzosen. Im darauffolgenden Jahr begannen umfangreiche Bauarbeiten auf dem Flugplatz. Durch die inzwischen genehmigten Subventionen der Landesregierung war es möglich, die schon längst notwendige Startbahnsanierung in Angriff zu nehmen.

1998

Endlich Eigentümer

Im Notariat in Friedrichshafen traf sich die Geschäftsführung der Flughafen Friedrichshafen GmbH am 13. Juli 1998 mit einer Delegation, welche im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland den Kauf des Flughafengeländes durch die Flughafen Friedrichshafen GmbH prüfen sollte. Diesem Vorgang gingen langwierige Verhandlungen voraus, die seit dem Abzug der französischen Streitkräfte aus Friedrichshafen geführt wurden.

Verhandlungsführer für den Erwerb aller von den Franzosen genutzten Liegenschaften war die Stadt Friedrichshafen unter der Leitung von Baubürgermeister Dieter Hornung. Die Verhandlungen gestalteten sich schwierig, da die Kaufpreisvorstellungen der Vertragspartner sehr unterschiedlich waren und anfänglich um ein Vielfaches voneinander abwichen.

Dennoch, die Verhandlungsdelegation war erfolgreich, sodass die Flughafen Friedrichshafen GmbH letztlich das 160 Hektar große Gelände einschließlich der dazugehörigen Hochbauten für 9,5 Millionen D-Mark erwerben konnte. Zur Finanzierung des Kaufpreises wurde eine Kapitalerhöhung von 5 Millionen D-Mark auf nunmehr 9,5 Millionen D-Mark Stammkapital vorgenommen. Nach über 80 Jahren Flughafengeschichte war damit die Flughafen Friedrichshafen GmbH „Herr im eigenen Haus.“

Im Oktober 1998 begann außerdem die Rheintalflug Seewald Ges. m.b.H. im Auftrag von Lufthansa mit Embraer E142-Jets die Verbindung nach Hamburg. Später kamen auch die Destinationen Köln und Berlin-Tegel hinzu. Ebenfalls wurde im Oktober das ehemalige Bahnwärterhäuschen am neuen Bahnhalt abgerissen sowie der Internetauftritt des Bodensee-Airport Friedrichshafen unter www.fly-away.de veröffentlicht.

1999

Langstreckenflüge von Friedrichshafen nach Puerto Plata

Ab Winter 1999 bis zum Sommer 2000 flog Britannia Airways mit Zwischenstopp in Genf (Winter) bzw. München (Sommer) alle 14 Tage von Friedrichshafen nach Puerto Plata in der Dominikanischen Republik mit einer Boeing 767.

Im selben Jahr wurde am Flughafen die Allwetterflugbetriebsstufe CAT III aufgenommen.

Neben Tempelhof Express, die ab Mai 1999 die Verbindung Friedrichshafen - Berlin anbot, nahm auch das von der schweizerischen Air Engiadina gegründete KLM-Franchiseunternehmen KLM Alps im Oktober 1999 die Strecke Friedrichshafen – Wien auf.

Von der Vereinigung Cockpit wurde dem Bodensee-Airport Friedrichshafen im Jahr 1999 der Titel „Winner of the Year“ verliehen. Es zeichnet ihn als einen der bestausgerüsteten Regionalflughäfen aus.

2000

Eröffnung des Ankunftsterminals und des Parkplatzes P1

Nach einer Bauzeit von 14 Monaten wurde in vier Bauabschnitten mit einer Verdoppelung der Fläche auf 2.500 Quadratmeter und einer Bausumme von 8,8 Millionen DM das Terminal erweitert sowie die Kapazität der Gepäckausgabebänder verdreifacht. Im vollklimatisierten Abflug- und Ankunftsbereich befinden sich seitdem 12 Check-in Schalter, 7 Reisbüros, mehrere Mietwagenschalter, eine Kaffeebar sowie ein Kiosk. Auf dem Dach wurde darüber hinaus eine Besucherterrasse mit 30 m Länge und 100 Quadratmetern Fläche geschaffen.

Am 13. Oktober 2000 wurden die Parkplätze auf dem Parkplatz P1 neugestaltet und von 400 auf 700 Stellplätze erweitert. Die Investitionssumme betrug insgesamt 2,8 Millionen D-Mark. Ebenfalls im Jahr 2000 erfolgte die Freigabe der Seewald-Brücke von der Bundesstraße B30 Richtung Friedrichshafen. Am 21. September 2001 wurde auch der Kreisverkehr am Seewald eingeweiht.

2001

Hahn Air Lines nimmt Verbindung nach Berlin Tempelhof auf

Mit dem Erstflug am 15. Oktober 2001 begann die im Jahr 1994 gegründete Hahn Air Lines, mit einem zweimotorigen Turbopropflugzeug, dem sogenannten Metroliner, die Bedienung der Strecke Friedrichshafen-Berlin Tempelhof. Die Verbindung wurde jeweils täglich montags bis freitags angeboten und ergänzte das Berlin-Tegel Angebot der Fluggesellschaft Rheintalflug.

2002

Abriss des alten LSC Tower

Im Frühjahr 2002 erfolgte schließlich der Abriss des alten LSC Towers und am 30. April die Eröffnung des neuen Flughafen-Restaurants Halbhuber.

Am 4. April 2002 nahm die Fluggesellschaft Ryanair die Verbindung Friedrichshafen – London Stansted mit einer B737 auf. Friedrichshafen war nach Lübeck und Frankfurt-Hahn der dritte deutsche Flughafen, ab welchem Ryanair verkehrte.

Ebenfalls im Frühjahr 2002 starteten die Direktflüge der spanischen Fluggesellschaft Spanair zwischen Friedrichshafen und Alicante. Die Flüge wurden einmal wöchentlich durchgeführt.

Abriss alter Tower

2003

Erstflug von InterSky in Friedrichshafen

Neben der Fertigstellung des Messerollwegs „M“ sowie des neuen Bürogebäudes am Terminal in Richtung des Luftsportclubs zählte im Jahr 2003 vor allem der Erstflug der Regionalfluggesellschaft InterSky von Friedrichshafen nach Köln/Bonn am 13. Oktober zu den Meilensteinen des Bodensee-Airport Friedrichshafen. Im Jahr 2004 entschied sich InterSky zur Stationierung einer Maschine in Friedrichshafen und zog sich schließlich im Jahr 2005 ganz aus der ehemaligen Basis in Bern zurück. Seitdem bildet der Bodensee-Airport Friedrichshafen den operativen Hauptsitz der Fluggesellschaft. Bis heute ist InterSky die passagieraufkommensstärkste Airline in Friedrichshafen.

2008

Start der Terminal-Erweiterung

Am 18. März 2008 begannen die Bauarbeiten am neuen Terminalbereich des Bodensee-Airport Friedrichshafen. Dafür mussten die Verkehrsführung am Terminal und die Zufahrten zu den Parkplätzen P1 und P2 verändert werden. Der Ankunfts- und Check-in-Bereich sowie der Abflug-Bereich wurden stark erweitert. Bis 2010 sollte das Terminal auf knapp 7.000 Quadratmeter mehr als verdreifacht werden.

In unmittelbarer Nähe zum Bodensee-Airport Friedrichshafen erfolgte am 28. April 2008 außerdem der Spatenstich für das ibis Hotel Airport Messe Friedrichshafen. Die Baukosten beliefen sich auf rund 4,3 Millionen Euro.

Terminal Erweiterung startet

2009

Eröffnung des Hotel ibis Friedrichshafen, des Dornier Museums und des ersten Terminal-Abschnitts

Erstmals konnte man jetzt direkt am Bodensee-Airport Friedrichshafen im neuen ibis Hotel Airport Messe übernachten, das am 1. Juli 2009 seine Eröffnung feierte. Seither stehen den Passagieren direkt am Flughafen achtzig schallisolierte und klimatisierte Zimmer zur Verfügung.

Ebenfalls im Juli 2009 eröffnete auch das Dornier Museum seine Tore am Flughafen. Zahlreiche geschichtliche Dokumentationen, Filme und historische Flugzeuge – wie der legendäre Klassiker DO 27 oder der Senkrechtstarter DO 31 – werden hier für die luftfahrtbegeisterten Besucher ausgestellt.

Rund vierzehn Monate nach dem offiziellen ersten Spatenstich gab es auf der Baustelle des Bodensee-Airport Friedrichshafen am 25. September 2009 erneut Anlass zum Feiern. Nach der Fertigstellung der Fahrzeughalle und des neuen Gebäudes für die Flughafen-Feuerwehr fand nach einer Bauzeit von knapp einem Jahr das Richtfest für das neue Terminal statt. Am 22. Oktober 2009 wurden schließlich der erste Teilabschnitt des neuen Terminals eröffnet und die neue Gepäckförderanlage in der Ankunftshalle erstmals in Betrieb genommen.

Eröffung des Dornier Museums

2010

Eröffnung des neuen Terminals

Mit der Eröffnung des neuen Terminals am 1. September 2010 begann am Bodensee-Airport Friedrichshafen eine neue Ära. Rund vier Jahre nach Start der umfangreichen Baumaßnahmen wurde nach 20 Monaten Bauzeit mit dem neuen Terminal das Kernstück des Ausbauprojekts mit einer Investition von 6,5 Millionen Euro erfolgreich beendet.

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen erweiterte 2010 mit der Fluggesellschaft Germanwings außerdem sein Airline- und Streckenportfolio um eine weitere namhafte Linie. Die Airline startete am 29. März mit der Verbindung nach Köln/Bonn.

Eröffnung des neuen Terminals

2011

Erstflüge von airberlin und Germania, Eröffnung des Restaurants Volare und des Duty-free-Shops

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft, airberlin, hob erstmals am 16. April 2011 vom Bodensee-Airport zum Drehkreuz Palma de Mallorca ab. Die Fluggesellschaft Germania ergänzte dieses touristische Angebot ab April 2011 um die Kanarischen Inseln Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria und Teneriffa sowie Heraklion und Rhodos in Griechenland und Antalya in der Türkei. Auch die ansässige Regionalfluggesellschaft InterSky nahm im Jahr 2011 ein touristisches Ziel, nämlich die Destination Menorca, in ihr Streckenportfolio auf.

Als Mittelpunkt des künftigen Shopping-Bereichs wurde am 31. Mai 2011 der neue Duty-free-Shop im Sicherheitsbereich des Bodensee-Airport Friedrichshafen eröffnet. Auf mehr als 300 Quadratmetern können Fluggäste seither in einer Warenwelt mit mehr als 10.000 Artikeln einkaufen.

Am 25. August 2011 eröffnete außerdem das Restaurant Volare seine Pforten. Die Pizzeria bietet 162 Sitzplätze, die sich auf den Innenbereich und auf die Terrasse verteilen.

Der Airbus A380, das derzeit größte Passagierflugzeug der Welt, besuchte im Rahmen der Do-DAYS am 27. August 2011 den Bodensee. Mit drei Überflügen der Start- und Landebahn sowie anschließenden Platzrunden zog der Riese viele Besucher zum Bodensee-Airport Friedrichshafen.

Duty Free Shop Eröffnung

2012

Hans Weiss scheidet als Geschäftsführer am Bodensee-Airport Friedrichshafen aus

Gerold Tumulka trat im Juni 2012 die Nachfolge von Hans Weiss an, der nach über dreißig Jahren bei der FFG die Geschäftsführung übergab.

Die britische Fluggesellschaft Monarch Airlines startete am 14. Dezember 2012 mit einem großen Flugprogramm von und nach Friedrichshafen. Im Liniendienst wurden erstmals London Gatwick und Manchester bedient.

Hans Weiss scheidet aus

2013

Erstflug Turkish Airlines am Bodensee-Airport Friedrichshafen

Seit dem 2. Mai 2013 verbindet Turkish Airlines den Bodensee-Airport mit dem Drehkreuz in Istanbul und bietet seitdem neben der Verbindung nach Frankfurt am Main optimale Umsteigemöglichkeiten in die ganze Welt.

Auch Temel Kotil, CEO von Turkish Airlines bestätigte anlässlich des Erstfluges:

„It is one of the best destinations for Turkish Airlines. Friedrichshafen is the place Aerospace Industry was born.“  (“Eine der besten Destinationen von Turkish Airlines. Friedrichshafen ist der Ort, an dem Luftfahrtgeschichte geschrieben wurde.“)

Erstflug Turkish Airlines 02

2014

Germania und British Airways starten Linienverbindungen

Ab dem 1. Mai bot Germania die beliebten touristischen Urlaubsziele Palma de Mallorca, Antalya und Heraklion im Linienverkehr an.

Die größte britische Fluggesellschaft British Airways begann am 14. Dezember die Verbindung nach London Gatwick, die Bedienung der Strecke erfolgte zwei Mal wöchentlich im Linienbetrieb.

Germania startet Linienverbindung

2015

Der Bodensee-Airport Friedrichshafen feiert 100-jähriges Jubiläum

Als zweitältester Verkehrsflughafen Deutschlands feiert der Bodensee-Airport Friedrichshafen im Jahr 2015 sein 100-jähriges Bestehen.

Gerold Tumulka schied als Geschäftsführer der Flughafen Friedrichshafen GmbH zum 31. Mai 2015 aus dem Unternehmen aus. Seine Nachfolge tritt Anfang Juni Claus-Dieter Wehr an.

Nach dem Marktaustritt der Hamburg Airways übernimmt Germania einen Großteil der Routen und baut gleichzeitig ihr Angebot ab Friedrichshafen im Winter 2015/2016 mit neuen Strecken nach Marsa Alam, Lanzarote und Madeira noch weiter aus.

 

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Schenker Deutschland AG startet Luftfracht Versand
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