In diesem Jahr hatte der am 4. August 1950 gegründete Luftsportclub Friedrichshafen auch sein erstes in Eigenarbeit entstandenes Segelflugzeug vom Typ Doppel-Raab fertiggestellt. Es wurde im November von Dr. Hugo Eckener auf den Namen Graf Zeppelin getauft. Vom französischen Kommandanten erhielt der Luftsportclub die Genehmigung, einen Teil einer Kfz-Halle zur Unterstellung des Flugzeugs zu nutzen. Die endgültige Verlegung der Militärflugzeuge erfolgte 1954 zu ihrer neuen Basis Bremgarten.
Das erste zivile Motorflugzeug, das nach dem Krieg den Flugplatz nutzen durfte, war die vom LSC 1957 angeschaffte Tiger Moth. Sie diente hauptsächlich dem Flugzeugschlepp. Als sich zu dem Doppel-Raab noch ein Bergfalke gesellt hatte, befanden sich 1957 insgesamt drei zivile Flugzeuge in der französischen Fahrzeughalle.
Obwohl der Flugplatz noch unter französischer Verwaltung stand, begann die in Memmingen stationierte Flugzeugführerschule „S“, in Friedrichshafen eine Außenstelle einzurichten. Diese Staffel, die während dieser Zeit den Namen „Mufti-Staffel“ erhielt, diente ausschließlich dem Training von Piloten auf der DO 27. Sie verließ Friedrichshafen wieder Ende 1959 und wurde durch die Heeresfliegerstaffel (LL) 9 abgelöst. Die Heeresflieger setzten hauptsächlich Sikorsky H-34, Alouette II und DO 27 ein. Sie wurden 1966 auf den neugebauten Flugplatz Neuhausen ob Eck verlegt.
Auch der LSC war in der Zwischenzeit nicht untätig. Im nordöstlichen Flugplatzbereich erstellte er eine eigene Halle mit Werkstatt, Unterrichts- und Aufenthaltsräumen sowie einen kleinen Kontrollturm.